KWK-Modellkommune Bergisches Städtedreieck
Auftraggeber: Städte Wuppertal, Remscheid und Solingen

Aufgabenstellung
Die Kraft-Wärme-Kopplung liefert als effiziente Technologie zur Wärme- und Stromversor-
gung bereits seit Jahrzehnten einen Beitrag zur Primärenergie und CO2-Einsparung in der Ener-
gieversorgung. Mit CO2-Einsparpotenzialen von 20 bis 30% im Vergleich zur konventionellen
Wärmeversorgung aus öl- oder gasgefeuerten Heizkesseln ist sie als Brückentechnologie zur
Erreichung der angestrebten Klimaschutzziele auch künftig unverzichtbar.
Das Potenzial für den KWK-Einsatz zur Gebäudebeheizung und für den industriellen Prozess-
wärmebedarf ist groß und bei weitem nicht ausgeschöpft. Insbesondere in der Objektversor-
gung von großen Einzelliegenschaften der öffentlichen Nutzung (Schulen, Verwaltungsge-
bäude) und der Wohnnutzung (größere Mehrfamilienhäuser, bestehende Nahwärmeversor-
gungen) sowie im mittleren Gewerbe- und Industriebereich sind erhebliche ungenutzte Po-
tenziale zu verzeichnen, die teilweise bereits unter den heutigen energiewirtschaftlichen und
förderpolitischen Rahmenbedingungen wirtschaftlich umsetzbar sind oder an der Schwelle zur
Wirtschaftlichkeit liegen. Es gibt aber auch deutliche Grenzen für den wirtschaftlichen Einsatz,
die sich hinsichtlich des Leistungsbereiches, aber auch der technischen Ausgangsbedingungen
ergeben. Diese zeigten sich deutlich im Rahmen der untersuchten Fallbeispiele.
Die vom Land NRW geförderte Untersuchung für das Bergische Städtedreieck hat anhand zahlreicher in Grob- und Feinkonzepten konkret bewerteter Fallbeispiele für KWK Anwendungen aufgezeigt
Die Kurzfassung der Studie ist unter folgendem Link abrufbar.
Leistungsumfang
- Identifikation und Analyse von typisierten Einzelobjekten (z.B. Altenheime, Krankenhäuser, verdichtete Siedlungsgebiete oder Hochhäuser, öffentliche Liegenschaften, Gewerbebetriebe ausgewählter Branchen)
- Detaillierte Analyse repräsentativer Objekte und der technischen, wirtschaftlichen und organisatorischen Rahmenbedingungen, sowie Ableitung von übertragbaren Schlussfolgerungen für die Umsetzung des KWK-Potenzials.
- Unterstützung potenzieller Investoren durch konkrete Untersuchung der Objekte mit
Bestandsaufnahme vor Ort, technischer Auslegung, Investitions- und Wirtschaftlich-
keitsermittlung und Ergebnisdiskussion (bis zu 30 Beispielfälle). - Untersuchung der Wirksamkeit möglicher Modelle zur wirtschaftlichen Nutzung des ei-
generzeugten Stroms - Ableitung übertragbarer Strategien zur Realisierung der in der KWK-Potenzialstudie für
das Land NRW ausgewiesenen Potenziale unter veränderten Rahmenbedingungen mit
dem Fokus auf Städte und Gemeinden sowie Kreise als initiierende Akteure. In diesem
Rahmen auch Übertragung der Ergebnisse auf das KWK-Potenzial in NRW mit Aktu-
alisierung der KWK-Studie NRW