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Kommunale Wärmeplanung für Aachen und Ludwigshafen gestartet

Die kommunale Wärmeplanung ist durch die Verabschiedung des Wärmeplanungsgesetzes (WPG) am 17.11.2023 nun Pflichtaufgabe für alle Städte mit mehr als 100.000 Einwohnerinnen und Einwohnern  und muss bis Mitte 2026 umgesetzt werden.

Die Stadt Aachen hat die kommunale Wärmeplanung als Kernelement der lokalen Wärmewende bereits frühzeitig angestoßen. Im Oktober 2023 wurde ein Konsortium aus ENERKO, Fraunhofer FIT, BET, Gertec und RWTH/IAEW unter Federführung der ENERKO beauftragt, den Wärmeplan in enger Abstimmung mit der Stadt sowie weiteren regionalen Stakeholdern wie Energieversorgern und Wohnungswirtschaft zu erstellen.

Grundlegende Aufgabenstellung ist die Entwicklung einer Strategie für eine langfristig CO2-neutrale Wärmeversorgung des Aachener Stadtgebietes. Der kommunale Wärmeplan zeigt dafür den aktuellen Status Quo der Wärmeversorgung sowie verschiedene Perspektiven der Wärmeversorgung, beispielsweise aus erneuerbaren Energiequellen, Abwärme und KWK. Die Wärmeplanung wird für das gesamte Stadtgebiet erstellt und umfasst die Hauptschritte Bestandsanalyse, Potenzialanalyse, Entwicklung eines klimaneutralen Zielszenarios und die Festlegung der kommunalen Wärmewendestrategie sowie einer Umsetzungsstrategie.

Auch die Stadt Ludwigshafen startet nun die kommunale Wärmeplanung mit Förderung aus der Klimaschutzinitiative als eine der ersten Städte in Rheinland-Pfalz. Die ENERKO ist auch hier von der Stadt beauftragt worden, bis Oktober 2024 in enger Abstimmung mit den Technischen Werken Ludwigshafen einen Wärmeplan zu erstellen.

Dekarbonisierung und Ausbau der Fernwärme werden in beiden Städten eine wichtiger Rolle spielen, zusammen mit quartiersbezogenen und dezentralen Lösungen. In Ludwigshafen wird zudem die Nutzung industrieller Abwärme ein wesentlicher Baustein sein.