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Glossar

A

API#2 Index
Steinkohlenotierung (Brennwert: 6.000 kcal/kg) für ➔ ARA
ARA
Region um die Städte Amsterdam – Rotterdam – Antwerpen; wichtiger Handelsraum für Öl in Nordwesteuropa
Arbitrage
Handel, der Preisungleichheiten für gleiche Handlungsalternativen (Marktgegenstände) in verschiedenen Märkten zum Zwecke einer beabsichtigten risikoarmen Gewinnerzielung nutzt.
Ask
auch ➔ offer; Kurs, zu dem ein Marktteilnehmer A bereit ist, ein Finanzprodukt oder Rohstoff, zu verkaufen
Ausfallrisiko
teilweise oder vollständiger Forderungsverlusts aufgrund der Zahlungsunfähigkeit des Abnehmers
Ausgleichsenergie
Energiemengen, welche zum Ausgleich einzelner Bilanzkreise zwischen selbigen umverteilt werden; die Umverteilung wird vom Bilanzkreisnetzbetreiber (Gas) bzw. Regelzonenbetreiber (Strom) vorgenommen und verrechnet
Ausspeisenetzbetreiber
[ANB] im Englischen auch distribution system operator [DSO]  ein Unternehmen, das Gasnetze zur Verteilung an Endverbraucher betreibt

B

Backwardation
Zustand auf Future-Märkten, bei welchem Verträge, die ihrem Enddatum näher liegen, zu höheren Preisen gehandelt werden als Verträge, die noch länger laufen; Gegenteil  ➔ Contango
Bandlieferung
Strom- oder Erdgaslieferung mit einer für die gesamte Vertragslaufzeit konstanten Leistung (z. B. Jahresband)
Base
Stromlieferung über einen bestimmten Lieferzeitraum mit den Liefertagen Montag bis Sonntag jeweils 0 – 24 Uhr
BHKW
[Blockheizkraftwerk] ein (meist) modular aufgebautes Heizkraftwerk mit geringer oder mittlerer elektrischer und thermischer Leistung. Meistens zur Objektversorgung oder Einspeisung in Nahwärmenetze eingesetzt.
Bid
Kurs, zu dem ein Marktteilnehmer A bereit ist, ein Finanzprodukt oder Rohstoff, zu kaufen
Bilanzkreis
[BK] vituelle Gebilde innerhalb von Marktgebieten (Gas) bzw. Regelzonen (Strom) in denen Ein- und Ausspeisungen Saldiert werden
Bilanzkreiskoordinator
[Biko] ermittelt Bilanzabweichungen der ➔ Bilanzkreise in einer Regelzone (Strom); führt alle notwendigen Daten der Bilanzkreise zusammen
Bilanzkreisverantwortlicher
[BKV] führt den ➔ Bilanzkreis und schließt dazu einen Bilanzkreisvertrag mit dem Bilanzkreiskoordinator (Strom) bzw. dem Marktgebietsverantwortlichen (Gas)
Biomethan
Aus Biogas aufbereitetes Methan. Nach der Aufbereitung, bei der Fremdbestandteile wie CO abgeschieden werden, wird Biomethan in das Erdgasnetz eingespeist werden und an anderen stellen des Netzes entnommen werden. Bei Verwendung in EEG Anlagen sind entsprechende Herkuntsnachweise zu führen.
Blindleistung
Leistung, die zum Aufbau von magnetischen Feldern (z.B. in Motoren, Transformatoren) oder von elektrischen Feldern (z. B. in Kondensatoren) benötigt wird. Bei überwiegend magnetischem Feld ist die Blindleistung induktiv, bei überwiegend elektrischem Feld kapazitiv.
Brent-Öl
die für Europa wichtigste Rohölsorte; Brent ist leichtes, süßes (niedriger Schwefelgehalt) Rohöl; es stammt aus der Nordsee zwischen den Shetlandinseln und Norwegen; wird in USD/bbl (➔ Barrel) gehandelt
Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht
[BAFin]; selbstständige Bundesanstalt mit Sitz in Bonn und Frankfurt am Main; beaufsichtigt und kontrolliert als Finanzmarktaufsichtsbehörde im Rahmen einer Allfinanzaufsicht alle Bereiche des Finanzwesens in Deutschland

C

Carbon Capture and Storage
[CCS] nennt man die chemische Abscheidung von CO2 nach der Verbrennung in fossilen Kraftwerken. Ziel ist die anschließende unterirdische Speicherung, z.B: in Kavernenspoeichern.
Commodity
zum Zweck des Handels soweit vereinheitlichter Rohstoff, das sich die Angebot einzelner Anbieter funktional nicht unterscheiden
Contango
Zustand auf Future-Märkten, bei welchem Verträge, die ihrem Enddatum ferner liegen, zu höheren Preisen gehandelt werden als Verträge, die eine kürzere Laufzeit haben; Gegenteil ➔ Backwardation
Contracting
Contracting ist ein Finanzierungs- und Betreibermodell, um Erzeugungsanlagen (meist Wärme oder Kälte) zu betreiben. Der Contractor finanziert betreibt dabei eine Anlage, trägt das wirtschaftliche Risiko und liefert Energiedienstleistungen an einen Contractingnehmer im Rahmen längerfristiger Verträge.

D

Day-Ahead
Bezeichnung für den physischen Handel welcher heute für morgen oder übermorgen getätigt wird
Derivat
gegenseitige Verträge, deren Preisbildung auf einer marktabhängigen Bezugsgröße (Basiswert) basiert; basiswerte können Wertpapiere, marktbezogene Referenzgrößen (Zinssätze, Indices) oder andere Handelsgegenstände (Rohstoffe, Devisen) sein
Direktvermarktung
Direktlieferung von Strom aus Erneuerbare-Energien Anlagen oder KWK-anlagen an Stromhändler oder Lieferanten. Im Sinne der Marktintegration zunehmend verpflichtender Vermakrtungsweg für größere EEG- und KWK-anlagen.

E

Einsparcontracting
Sonderform des Contractings, um Energieeinspaarungen und Effizienzverbesserungen umzusetzen. Ziel ist es, die allgemeinen Energiekosten durch Investitionen in Effizienzmaßnahmen durch einen Contractor zu senken. Die reduzierten Betriebskosten werden zwischen Contractor und Contractingnehmer aufgeteilt. Die Umsetzung und vertragliche Gestaltung ist in der Praxis ist oft schwierig, daher sind echte Contractingprojekte eher Ausnahmen.
Energiemanagament
Das Energiemanagement ist allgemein ein Managementbereich innerhalb einer Organisation, der Planung, Organisation, sowie Überwachung von Maßnahmen, zur Energieeinsparung umfaßt. In der internationalen Normung ist der Energiemanagementprozeß durch die DIN EN ISO 50001 festgelegt. Sie beschreibt die Anforderungen an ein Energiemanagementsystem, das eine Verbesserung der sogenannten „energiebezogenen Leistung“ zum Ziel hat.
Energy-Only Markt
Ein Energiemarkt, bei dem nur Energielieferungen gehandelt und vergütet werden, nicht aber die Leistungsvorhaltung der notwendigen Kraftwerkskapazitäten. Die Preise orientieren sich demnach an den kurzfristigen Grenzkosten der Erzeugungsanlagen. Der deutsche Strommarkt entspricht weitgehend einem Energy-only Markt.
European Energy Exchange
[EEX] Deutsche Energiebörse mit Sitz in Leipzig
European Federation of Energy-Traders
[EFET]; Die Vereinigung Europäischer Energiehändler hat den EFET Vertrag entwickelt. Er ist das Standardvertragswerk für den europäischen Energiegroßhandel

F

Fahrplan
Ein nicht-Standarisiertes Handelsprodukt im Strom- und Gasbereich; es wir ein fester Lieferwert für einzelne Stunden bzw. ¼-Stunden vereinbart
Fernleitungsnetzbetreiber
[FNB] im englischen auch Transmission System Operator [TSO] betreiben Infrastruktur der überregionaler Gasnetze zum Transport von Erdgas. Dem Fernleitungsnetz nachgelagert ist das engmaschigere Netz der ➔ Ausspeisenetzbetreiber angeschlossen, die in der Regel die Versorgung der Endkunden gewährleisten.
Forward
Nicht standarisierter Terminkontrakt mit jedoch eindeutig festgelegten Eigenschaften; Forwards werden ➔ OTC gehandelt
Fueloil
Internationale Bezeichnung für schweres Heizöl; es wird mit 1%igen und 3,5%igem Schwefelgehalt gehandelt
Future
Börsengehandelter, standarisierter Vertrag über ein Termingeschäft

G

Gasoil
Internationale Bezeichnung für Heizöl leicht (➔ HEL) mit 0,2%igem Schwefelgehalt

H

H-Gas
Erdgas mit einem Methangehalt zwischen 87,0 und 99,1 %
HEL
Heizöl leicht (➔  HEL) mit 0,2%igem Schwefelgehalt
HSL
Heizöl schwer mit 1% Schwefelgehalt

L

L-Gas
Erdgas mit einem Methangehalt zwischen 79,8 und 87,0 %
Lieferant
Der Lieferant beliefert Kunden mittels offenem Stromlieferungsvertrag oder Teilbelieferungen. Ein Lieferant kann, muss aber nicht Bilanzkreisverantwortlicher sein
Lieferantenrahmenvertrag
ein Vertrag zwischen ➔ Lieferanten (Strom) bzw. einem ➔ Transportkunden (Gas) und ➔ Netzbetreiber. Der Netzbetreiber stellt dem Lieferanten / Transportkunden sein Netz zur Verfügung, damit dieser seine Kunden darüber beliefern kann. Für die Nutzung des Netzes zahlt der Lieferanten /Transportkunden ein Netzentgelt, was dieser dann seinen Kunden weiterberechnen kann.
liquefied natural gas
[LNG] Bei einer Temperatur von -162 °C verflüssigtes Erdgas
Long Position
Beschreibt die Situation eines Händlers, welcher mehr Produkte eingekauft als verkauft hat; Gegenteil: ➔ short Position

M

Mark-to-Market
Bewertung einer offenen Position mit dem aktuellen Marktpreis
Market Maker
Marktteilnehmer, der jederzeit für bestimmte Produkte einen ➔ bid Kurs und einen ➔ offer Kurs anbietet; Markt Maker stellen durch Ihre Verpflichtung Angebot zu stellen sicher das jederzeit Handel stattfinden kann
Marktgebiet
[MG] umfasst das Versorgungsgebiet eines oder mehrerer ➔ Fernleitungsnetzbetreiber. Gas, das in ein Marktgebiet eingespeist worden ist, kann zu einem einheitlichen Preis an jeden beliebigen Entnahmepunkt desselben Marktgebietes geliefert werden und kann daher zwischen Marktteilnehmern über einen sog. ➔ virtuellen Handelspunkt gehandelt werden
Marktgebietsverantwortlicher
[MGV] ermittelt Bilanzabweichungen der ➔ Bilanzkreise in einem Marktgebiet (Gas); führt alle notwendigen Daten der Bilanzkreise zusammen
Messdienstleister
[MDL] führt auf Wunsch des jeweiligen Anschlussnutzers die Messung von Energie durch
Messstellenbetreiber
[MSB] nimmt auf Wunsch des betroffenen Anschlussnutzers die Aufgabe des technischen Betrieb der Messstelle wahr
Minutenreserve
Die Minutenreserve soll nach Eintritt eines Leistungsausfalls ohne Verzögerung eingesetzt werden können und muss nach der derzeit gültigen Spielregel der europäischen Verbundorganisation "Union für die Koordination des Transportes elektrischer Energie" (UCTE) spätestens nach 15 Minuten die Sekundenreserve abgelöst haben. Die Minutenreserve wird aus den unter Sekundärregelung laufenden thermischen Kraftwerken, ferner durch den Einsatz von Speicher- und Pumpspeicher-Kraftwerken sowie Gasturbinen bereitgestellt. Je nach Größe des Kraftwerksparks kann zusätzlich schnellstartende Reserve nötig sein; die gesamte unter Sekundärregelung und manuell verfügbare Minutenreserve muss mindestens so groß sein wie die größte Kraftwerksblockleistung, um die Frequenzabweichungen durch Ausfälle schnell genug ausregeln zu können.

N

Netzanschlussvertrag
regelt die Details des unmittelbaren Anschlusses des Grundstückeigentümers an das öffentliche Netz und die Rechte und Pflichten gegenüber dem Netzbetreiber
Netzbetreiber
[NB] ist für den Betrieb des jeweiligen Netzes in einem bestimmten Gebiet und für die Verbindungen mit anderen Netzen verantwortlich.
Netznutzer
ist jede natürliche oder juristische Person, die in einem Nutzungsverhältnis zum Netz steht und demgemäß auf vertraglicher Basis Leistungen des Netzbetreibers in Anspruch nimmt. Netznutzer können beziehende Kunden, Kraftwerksbetreiber und Händler sein

O

Option
Bedingtes ➔ Termingeschäft. Der Käufer einer Option hat das Recht, aber nicht die Pflicht, eine bestimmte Menge des ➔ Underlying zu einem zum Abschlusstermin der Option festgelegten Preis zu kaufen (Call-Option) oder zu verkaufen (Put-Option). Der Verkäufer der Option hat die Pflicht, das entsprechende Underlying zu liefern (Call-Option) oder vom Käufer abzunehmen (Put-Option). Der Verkäufer erhält hierfür eine Prämie.
Over the Counter
[OTC] außerbörslicher Handel

P

Peak
Stromlieferung über einen bestimmten Lieferzeitraum mit den Liefertagen Montag bis Freitag jeweils 8 bis 20 Uhr
Price Forward Curve
Eine Price Forward Curve (kurz PFC) stellt Preise für Künftige Lieferzeiträume vor dem Hintergrund aktueller Terminhandelspreise dar. Hierbei werden die aktuellen Terminhandelspreise auf beliebige kleiner Zeiteinheiten heruntergebrochen (z. B. auf Stunden oder Tage). So können entsprechend Strukturierte Produkte (➔ Fahrpläne) bewertet werden.
Primärenergiefaktor
Faktor zur Bewertung unterschiedlicher Energiearten, die zu Heizzwecken eingesetzt werden. Übliche Primärenergiefaktoren für Brennstoffe sind in der Energieeinsparverordnung (EnEV 2016) definiert Die Berechnung von Primärenergiefakotren von Fernwärmenetzen ist in der AGF FW 309 festgelegt.
Primärregelung
die im Sekundenbereich automatisch wirkende stabilisierende Wirkleistungsregelung des gesamten zusammen geschalteten, synchron betriebenen Drehstrom-Verbundnetzes. Sie entsteht aus dem Aktivbeitrag der Kraftwerke bei Änderung der Netzfrequenz und wird unterstützt durch den Passivbeitrag der von der Netzfrequenz abhängigen Lasten (Selbstregeleffekt).

R

Redispatch
kurzfristige Änderung, d.h Drosselung oder Erhöhung des eigentlich geplanten Kraftwerkseinsatzes zur Vermeidung von Engpässen in Übertragungs- und Verteilnetzen. Redispatch wird durch die Netzbetrieber angefordert, betroffene Kraftwerksbetreiber werden für die entgangenen Erlöse entschädigt.
Regelenergie
Energie, welche benötigt wird um eine ausgeglichene Energiebilanz zwischen Ein- und Ausspeisung in Regelzonen (Strom) bzw. Marktgebieten (Gas) zu erreichen.
Regelzone
[RZ] Die Regelzone ist das Gebiet, für dessen Primärregelung, Sekundärregelung und Minutenreserve ein ÜNB im Rahmen der UCTE verantwortlich ist. Jede Regelzone wird physikalisch durch die Orte der Verbundübergabemessungen des Sekundärreglers festgelegt.
Residuallast
Bezeichnet die in einem Netzbereich nachgefragte Leistung abzüglich der Einspeisung fluktuierender, nicht steuerbaret Erzeuger (Wind, PV, Wasser). Sie stellt die Restnachfrage dar, welche von regelbaren Kraftwerken gedeckt werden muss.

S

Sektorkopplung
Verbindung von Sektoren innerhalb der Energiewirtschaft, etwa von Stromerzeugung, Wärmesektor, Verkehrsbereich und Industrie. Beispiele sind => KWK Anlagen oder Power-to-Heat Anlagen sowie die Elektromobilität. Zunehmende Bedeutung im Zuge der Energiewende zur Optimierung des gesamten Energiesystems
Sekundärregelleistung
Regelleistung von Erzeugern und Verbrauchern auf Anforderung durch den Übertragungsnetzbetreiber zu Netzfrequenzstabilität. Sie wird angefordert, um die Primärregelleistung abzulösen und die Normalfrequenz von 50 Hertz wieder herzustellen. Wöchentliche Auktionierung auf der Regelenergieplattform regelleistung.net
Settlement Preis
von einer Börse festgestellter Preis am Ende eines Handelstages
Short Position
Beschreibt die Situation eines Händlers, welcher mehr Produkte verkauft als eingekauft hat; Gegenteil: ➔ Long Position
Spotmarkt
Markt für kurzfristige Geschäfte ➔ Day Ahead Geschäfte bilateral (➔ OTC) oder börslich abgeschlossen werden
Swap
unter einem Swap (engl. Tausch) versteht man in der Wirtschaft eine Vereinbarung zwischen zwei Vertragspartnern, in der Zukunft Zahlungsströme auszutauschen. Die Vereinbarung definiert dabei, wie die Zahlungen berechnet werden und wann sie fließen. Ein in der Gaswirtschaft häufig verwendeter Swap ist der fix-for-floating. Hier werden Zählungsströme so ausgetauscht, dass eine Indexgebundene Lieferung wie eine Festpreislieferung wirkt.

T

Termingeschäft
Handelsgeschäft über ein ➔ Underlying, welches zu festgelegten Konditionen (Preis, Fälligkeit, Menge) als Kontrakt am ➔ Terminmarkt abgeschlossen, jedoch erst zu einem späteren Zeitpunkt erfüllt wird.
Terminmarkt
Markt, an dem ➔ Termingeschäfte und ➔ Derivate gehandelt werden. Der Terminmarkt findet an ➔ Börsen und am ➔ OTC-Markt statt.
Transportkunde
Juristische Person, die mit einem ➔ Netzbetreiber einen Ein- oder Ausspeisevertrag bzw. einen ➔ Lieferantenrahmenvertrag abschließt

U

Übertragungsnetzbetreiber
[ÜNB] engl. Transmission System Operator [ TSO] betreiben die Infrastruktur überregionaler Stromnetze zur elektrischen Energieübertragung. Sie beschaffen bei Bedarf Regelenergie, um Netzschwankungen, die sich durch ein Ungleichgewicht zwischen zu einem Zeitpunkt erzeugter und verbrauchter elektrischer Energie ergeben, möglichst gering zu halten. Die ➔ Übertragungsnetze sind den engmaschigeren und Netzen der ➔ Verteilnetzbetreiber vorgelagert, die in der Regel die Versorgung der Endkunden übernehmen
Underlying
Objekt, welches einem ➔ Kontrakt zugrunde liegt

V

Value at Risk
[VaR] Methode zur Ermittlung von Risiken bei ➔ Termingeschäften
Verteilnetzbetreiber
[VNB] im Englischen auch distribution system operator [DSO]  ein Unternehmen, das Stromnetze zur Verteilung an Endverbraucher betreibt
Virtueller Handelspunkt
ein fiktiver Lieferpunkt, der als Übergabestelle bei der Abwicklung von Gaslieferungen innerhalb eines ➔ Marktgebietes dient. Der VHP ist keinem physischen Einspeise- oder Ausspeisepunkt zugeordnet und ermöglicht Käufern und Verkäufern von Gas, ohne Kapazitätsbuchung Erdgas zu kaufen oder zu verkaufen
Volatilität
Maß für die Häufigkeit und Intensität, nicht aber für die Richtung von Preisbewegungen eines ➔ Underlying

W

Wärmepumpe
Ein Wärme- oder Kälteerzeuger mit einem thermodynamischen Kreisprozess, der unter Zufuhr von Energie (Strom, direkte Antriebsenergie oder Wärme bei hoher Temperatur) zusätzlich Umweltenergie bei niedriger Temperatur aufnehmen kann und beide Energien zu Heiz- oder Kühlzwecken nutzbar macht. Als Energiequelle kommt Umgebungsluft, Erdreich oder Wasser in frage. Die Effizienz wird anhand der Jahresarbeitszahl gemessen.
West Texas Intermediate
[WTI] Rohölsorte, welche in den USA gefördert wird und dort eine Bedeutung einnimmt wie in Europa das ➔ Brent Öl

Z

Zählpunkt
[ZP] Bezeichnung für den Punkt, an dem Versorgungsleistungen wie Elektrizität oder Erdgas an Verbraucher geleistet oder von Erzeugern bezogen werden. Dem Zählpunkt wird eine eindeutige Bezeichnung, die ➔ Zählpunktbezeichnung zugeordnet.
Zählpunktbezeichnung
[ZPB] eine 33-stellige Codenummer zur absolut eindeutigen Bezeichnung einer Strom- oder Gas-Verbrauchsstelle